Bilder 2022

Weisssterniges Blaulkehlchen

Das Brutgebiet des «Weisssternigen Blaukehlchens» Cyanecula svecica cyanecula ist stark zersplittert und liegt z. B. im Baltikum, in Belarus und der Ukraine, in Dänemark, Deutschland, Holland und Belgien und auch im östlichen Teil Österreichs. In der Schweiz hat das «Weisssternige Blaukehlchen» ganz ausnahmsweise gebrütet, letztmals 2006 im St. Galler Rheintal. Aus der Region sind keine Brutnachweise bekannt. Hingegen wird das «Weisssternige Blaukehlchen» alljährlich auf dem Zug nachgewiesen. Für viele Beobachtende ist die Entdeckung von Blaukehlchen der Höhepunkt des ornithologischen Jahrs.

03. März 2022

©Klaus Robin 

 Canon EOS-1-DX Mark III; EF 800mm L IS USM; ISO-500, 1/500 sec, Blende F/5.6

 

Mönchsgrasmücke mit Mistelfrucht

Mönchsgrasmücken sind Kurzstreckenzieher, welche die Alpen im Herbst zumeist verlassen. Seit einiger Zeit versuchen aber einzelne Vögel, den Zugaufwand zu reduzieren und in den Tieflagen zu überwintern. Dabei ernähren sie sich teilweise von den Früchten der Weissbeerigen Mistel. Nicht wie andere mistel-konsumierende Vögel, welche die Frucht als ganzes verschlucken, zerlegen Mönchsgrasmücken die Mistelbeere und streichen mit einigem Aufwand den Samen der Mistel an benachbarten Ästen ab. Dieser Samen ist mit einer klebrigen Masse umgeben. Zudem liegen zwei längere Klebefäden bereit. Damit verhilft die Mönchsgrasmücke der Mistel dazu, ihre Frucht an einen Ast zu kleben, damit sie auskeimen kann. Bereits in diesem Zustand ist der Samen genau genommen kein Samen mehr, sondern bereits ein Embryo, der sein Wachstum schon in der Beere begonnen hat. Die Mönchsgrasmücke verschluckt dann nur noch die Fruchthülle mit etwas Fruchtfleisch, was aber offenbar ziemlich schwer verdaulich ist. Jedenfalls konnte ich sehen, wie "fast unverdaute" Fruchthüllen den Körper durch den After wieder verliessen. 

14. Januar 2022

©Klaus Robin 

 Canon EOS-1-DX Mark III; EF 800mm L IS USM; ISO-500, 1/1600 sec, Blende F/5.6