Bilder 2017

Gelbbrauenlaubsänger

Am 1.10.2017 war im Buschwerk am Entensee in Uznach ein ganz spezieller Gast zu entdecken, ein Gelbbrauenlaubsänger Pylloscopus inornatus. Diese winzige Vogelart brütet in Sibirien und überwintert üblicherweise in Süd- und Südostasien. Doch wanderten schon in den 1960-er Jahren einzelne Exemplare nach Westen statt nach Osten. Wie aus den öffentlich zugänglichen Daten der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zu entnehmen ist, wurde die Art in den letzten Jahrzehnten im Raum Linthgebiet/Obersee nur einmal in Rapperswil-Jona festgestellt. Weitere Nachweise fehlten bisher. Interessanterweise sind Feststellungen aus der Westschweiz bedeutend häufiger als aus der östlichen Landeshälfte. Die Art tritt seit etwa 2010 öfters auf als in den Jahrzehnten zuvor. - In der Umgebung des kleinen Beobachtungsturms wachsen Weidenbüsche und Traubenkirschen. Vor allem letztere sind bei Blattläusen beliebt. In den wärmeren Tagesstunden des Frühherbsts fliegen dort riesige Mengen von ihnen, was viele insektenfressende Vögel anlockt. Im Schwirrflug setzen sie den fliegenden Insekten nach oder hüpfen von Ast zu Ast, um sie in schneller Kadenz von Blattunterseiten und -achseln zu picken. Unter Laubsängern, Blau- und Kohlmeisen, Schilf- und Teichrohrsängern, Zaunkönigen und Mönchsgrasmücken suchte auch dieser unscheinbare Sibirier sein Futter. Das Aufblitzen des langen Überaugenstreifs verriet den seltenen Gast. Blattläuse und andere kleine bis kleinste wirbellose Tiere gehören zum Nahrungsspektrum dieses Laubsängers. Darauf deutet auch der pinzettenartige Schnabel hin. Die Energiemenge, die mit dem Verzehr einer Blattlaus gewonnen wird, ist gering. Wohl deshalb frass er fast pausenlos. 

01.10.2017

©Klaus Robin • Robin Habitat AG

 

Canon EOS-1DX; EF 800mm L IS USM; ISO 800, 1/250 sec, Blende F/5.6

Schwarzstorch

Schwarzstörche ziehen im Herbst einzeln oder in kleinen Gruppen über die Schweiz. Meist sind es Vögel des Jahres. Sie sind zu erkennen an den schuppigen Federrändern der Flügeldecken und an blassrosa gefärbten Beinen und Schnabel, die beim erwachsenen Vogel karminrot leuchten.

11.09.2017

©Klaus Robin • Robin Habitat AG

Canon EOS-1DX; EF 800mm L IS USM; ISO 500, 1/1600 sec, Blende F/5.6

 

KLEINES SUMPFHUHN

Unter den Rallen, die in der Linthebene alljährlich auftreten, ist das Kleine Sumpfhuhn Porzana parva das mit Abstand seltenste. Der Körperbau dieser Rallenart erlaubt es ihr, über schwimmende Vegetation zu gehen und sich im eng wachsenden Röhricht zu bewegen. Dieses Bild ist eines meiner grössten Highlights des laufenden Jahres. 

26.08.2017

©Klaus Robin • Robin Habitat AG

Canon EOS-1DX; EF 800mm L IS USM; ISO 500, 1/1600 sec, Blende F/5.6